Bei Expert Deutschland wird schon seit längerem über die Anschaffung eines Fahrzeugortungssystems gesprochen. Jeroen van Dongen, Inhaber von drei Expert-Filialen in Südholland, beschloss, nicht darauf zu warten, und montierte bereits den GPS-Tracker von TrackJack. „Dadurch können wir die Informationsversorgung unserer Kunden weiter verbessern.“
Seit dem Ausbruch des Coronavirus liefert Expert mehr denn je. Viele Verbraucher meiden die großen Städte und die großen Geschäfte für Unterhaltungselektronik. Stattdessen vertrauen sie auf den lokalen Expert-Händler. „Service ist unsere Stärke. Wer heute bei uns eine Waschmaschine kauft, bekommt sie noch am selben Tag oder spätestens morgen nach Hause geliefert“, erzählt Jeroen van Dongen, Inhaber der Expert-Filialen in Berkel en Rodenrijs, Pijnacker und Gouda.
Auch Van Dongen stellt fest, dass Verbraucher zunehmend online einkaufen. Expert verfügt über einen landesweiten Webshop mit 132 Filialen, die die Bestellungen abwickeln. Der Verbraucher entscheidet, bei welchem Geschäft er die Bestellung aufgibt. „Das ist oft das nächstgelegene Geschäft oder das Geschäft, das das Produkt auf Lager hat. Manchmal werden Bestellungen direkt vom Lieferanten ausgeliefert, aber wenn es irgendwie geht, liefern wir selbst. Vor allem, wenn die Produkte angeschlossen und installiert werden müssen. Heutzutage haben die Leute lieber ein vertrautes Gesicht vor der Tür.“

Wenn ein Kunde fragt, wann der Lieferwagen eintrifft, kann das Expert-Team ganz einfach die aktuelle Position einsehen.

Jeroen van Dongen: „Das System ist superpraktisch für alle, die beim Aufschlag einen Schritt nach vorne machen wollen.“
Ankunftszeit
Für die Auslieferung der Produkte verfügt Van Dongen über einen Fuhrpark von zehn Fahrzeugen, darunter zwei Volkswagen Crafter mit geschlossenem Laderaum und ein Opel Vivaro. Der Großteil besteht jedoch aus Lieferwagen von Nissan. „Wir nutzen den NV300 und den NV400 aufgrund des Mobilitäts- und Wartungsplans von Nissan. Wenn wir einmal wegen einer Reifenpanne liegen bleiben, sind sie innerhalb von 45 Minuten vor Ort“, sagt Van Dongen, der schätzt, dass die zehn Fahrzeuge zusammen täglich 130 bis 140 Adressen anfahren.
Seit dem 1. Januar sind alle Fahrzeuge mit den GPS-Trackern von TrackJack ausgestattet. Über das dazugehörige Flottenmanagementsystem kann Van Dongen nun jederzeit sehen, wo sich die Fahrzeuge befinden. „Es ist ein leistungsstarkes System mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Natürlich haben wir uns auch andere Systeme angesehen, aber dieses erfüllt unsere Anforderungen gut. Und was ebenfalls eine Rolle spielt: Sie sind in der Nähe. Ich verfolge sie schon seit Jahren“, sagt Van Dongen von seinem Schreibtisch in Berkel en Rodenrijs aus.
Die Investition in GPS-Tracker hängt ganz mit dem Wachstum im Liefergeschäft zusammen. Dadurch steigt die Zahl der Anrufe von Kunden, die wissen wollen, wann der Expert-Mitarbeiter vor der Tür klingelt. „Unsere Mitarbeiter am Schalter können jetzt sofort sehen, wo sich das Fahrzeug befindet. Anhand der Fahrtenliste können sie dann eine ziemlich genaue Vorhersage der Ankunftszeit machen. Bevor die GPS-Tracker eingebaut wurden, war die Ankunftszeit reine Spekulation.“
Bessere Planung
Die Tourenliste wird vom Filialmanagementsystem generiert. Darin sind die Lieferadressen in der effizientesten Reihenfolge aufgeführt. „Zehn Minuten vor unserer Ankunft erhielten die Kunden immer einen Anruf oder eine SMS mit der Mitteilung, dass wir unterwegs sind. Aber mit der Lösung von TrackJack können wir die Informationsversorgung und damit unseren Service noch weiter verbessern.“
Die GPS-Tracker tragen dabei zur Zuverlässigkeit der Planung bei. Für den Anschluss einer Waschmaschine rechnet Van Dongen beispielsweise standardmäßig 45 Minuten ein, für den Einbau eines Geschirrspülers in eine Küchenzeile 90 Minuten. „Dank der Daten aus dem Flottenmanagementsystem können wir überprüfen, ob diese Zeiten stimmen. Wenn ein Mitarbeiter anderthalb Stunden mit dem Anschluss einer Waschmaschine beschäftigt ist, fragen wir ihn nach dem Grund. Daraus lernen wir viel, was uns in die Lage versetzt, die Planung zu verbessern.“
Manchmal stellt sich heraus, dass der Mitarbeiter einen Zugschalter montieren musste. „Gut, aber das muss in Rechnung gestellt werden“, sagt Van Dongen. „Ich denke dabei an Diskussionen über Rechnungen. Wenn ein Kunde sagt, dass unser Mitarbeiter innerhalb einer halben Stunde wieder weg war, können wir nachweisen, dass er eine Stunde vor Ort war.“
Fahrverhalten
Das Flottenmanagementsystem liefert auch Informationen über das Fahrverhalten der Mitarbeiter. Wie stark beschleunigen und bremsen sie? Wie schnell fahren sie durch enge Kurven?
„Das Fahrverhalten wirkt sich auf den Kraftstoffverbrauch und den Reifenverschleiß aus, kann aber auch zu Transportschäden führen. Derzeit nutzen wir diese Informationen noch kaum, aber langfristig wollen wir die Fahrer auch in Bezug auf ihr Fahrverhalten coachen.“

Die Lieferwagen der Expert-Filialen in Berkel en Rodenrijs, Pijnacker und Gouda fahren täglich 130 bis 140 Adressen an.
Van Dongen weist auf die wachsende Zahl von Lieferwagen in Wohngebieten hin. „Gelegentlich erhalten wir einen Anruf von einem Anwohner, der sich über die Fahrgeschwindigkeit beschwert. Wenn wir Mitarbeiter darauf ansprechen, bestreiten sie oft, zu schnell gefahren zu sein. Das Flottenmanagementsystem gibt uns Einblick in die Fakten.“
Ein weiterer Vorteil ist die Unterstützung bei der Kilometererfassung. Das Flottenmanagementsystem zeigt pro Fahrzeug und pro Tag an, wie viele Kilometer zurückgelegt wurden. Lohnt sich die Investition in GPS-Tracker? „Das bezweifle ich“, sagt Van Dongen ehrlich. „Aber das System ist äußerst praktisch für alle, die im Service einen Schritt nach vorne machen wollen. Das ist der Grund, warum wir hierin investiert haben. Ich investiere das Geld lieber hierin als in einen Werbeprospekt. Und langfristig führt dies zu einer besseren Planung und einem besseren Fahrverhalten.“
Van Dongen ist jedenfalls positiv überrascht von der gebotenen Funktionalität. „Innerhalb der landesweiten Organisation von Expert wird schon länger über die Einführung eines solchen Systems gesprochen. Ich habe beschlossen, nicht darauf zu warten und mich für TrackJack zu entscheiden. Hätte ich gewusst, was wir für die monatliche Abonnementgebühr zurückbekommen, hätte ich das noch früher getan.“
Dieser Artikel wurde in der Mai-Ausgabe 2021 von „Bestelauto“ veröffentlicht.
Text: Marcel te Lindert
Fotos: Expert, Marcel te Lindert